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21.10.2019

Kaltmiete steigt in Wetzlar langfristig auf sieben Euro. Wo bleibt der soziale Wohnungsbau?


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Kaltmiete soll langfristig auf sieben Euro steigen Wo bleibt der soziale Wohnungsbau in Wetzlar? Wohnsiedlung Stoppelberger Hohl: Römerstraße, Wigandstraße, Ulmensteinstraße, Germanenweg: Insgesamt 167 Wohneinheiten. Der aktuelle Mietpreis beträgt zur Zeit 4,50 €/m² bis knapp über 5,50 €/m². Nachdem sich der Spar- und Bauverein mit der Denkmalbehörde geeinigt hat, werden in einer abgespeckten Version der notwendigen Sanierungsarbeiten der m²-Preis auf 7 Euro ansteigen. Somit würde eine 60m² Wohnung von 270 Euro Kaltmiete auf 420 Euro monatlich steigen. Die hohen Kosten der Sanierung entstehen durch Auflagen des Denkmalschutzes. Seitens der Stadt Wetzlar gibt es keine Anzeichen, sich finanziell an den Kosten der sozialverträglichen Wohnungen zu beteiligen. Im oben genannten Wohngebiet sind fast nur deutsche Familien mit Kindern, Rentner, sowie Spätaussiedler (Deutsche aus Russland) ansässig. Die erhöhten Mietpreise wären wohl von den wenigsten bezahlbar. Würde der Bau- und Sparverein die betroffenen Liegenschaften veräußern, würde wohl ein Privatinvestor diese nach den Umbaumaßnahmen evtl. als Eigentumswohnungen verkaufen oder zu horrenden Preisen vermieten. Auch die noch zur Buderus Immobilien GmbH gehörenden 633 Wohnungen in der Bredowsiedlung werden zur Zeit weltweit als Investmentangebot angepriesen. Wo bleibt der soziale Wohnungsbau in Wetzlar? Ist das eine Politik der Verdrängung finanzschwacher Familien, insbesondere deutscher Rentner, Geringverdiener oder Arbeitnehmer, welche im Mindestlohngefüge (9,19 € je Stunde) arbeiten müssen? Für bezahlbaren Wohnraum, z.B. bei der WWG oder Gewobau Wetzlar, gibt es Wartelisten von bis zu 2 Jahren. Wird eine Wohnung frei, so befindet sich diese oftmals in den sozialen Brennpunkten mit überwiegend ausländischer Bevölkerung. In derzeitigen Bauvorhaben werden kaum sozialverträgliche Wohneinheiten berücksichtigt, z. B. Erk-Schule: Hier sollte ein Mehrgenerationenhaus entstehen. Leider konnte der Interessent nicht mehr als 600.000 Euro für das Gelände bezahlen. Den Zuschlag erhielt ein Privatinvestor aus Marburg. Er bezahlte 1,2 Millionen Euro. Wie sich hier später die Mietpreise entwickeln, ist wohl klar: unsozial. Des Weiteren Bauprojekte, wie den Terrassenbau Bahnhofstraße-Lahnufer, Stadthaus am Dom (ehemals Wohnungen der Gewobau). All diese Objekte werden von Privatinvestoren getragen und werden kein Wohnraum für Normalverdiener sein.



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